Die zentrale Frage beim Unternehmenskauf ist einfach: Was zahlen Sie? Zu wenig und der Verkäufer lehnt ab. Zu viel und Sie zerstören wirtschaftlichen Wert. Die richtige Unternehmensbewertung erfordert Rigorosität, Branchenerfahrung und realistische Annahmen.
Die drei Hauptbewertungsmethoden
1. EBITDA-Multiple-Methode (am häufigsten): Kaufpreis = EBITDA x Multiplikator. Für SMEs liegen die Multiples typischerweise zwischen 2,5x und 7x EBITDA.
2. Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode: Projiziert zukünftige Cashflows und diskontiert auf Gegenwartswert.
3. Asset-basierte Bewertung: Bewertet das Unternehmen basierend auf Vermögenswerte.
EBITDA-Adjustments: Die versteckte Kunst
Ein kritischer Punkt ist, welches EBITDA Sie nutzen. Normalized EBITDA sollte Einmaleffekte herausrechnen und Owner-Perquisites hinzufügen.
Branchenmultiples: Benchmarking
SaaS/Digital: 6x-10x, IT-Services: 4,5x-6x, B2B Dienstleistungen: 4x-5,5x, Handwerk: 2,5x-4x.
Verhandlungsstrategie
Anchoring, datengestützte Verhandlung, Risikoajustment und Struktur über Preis.
Fazit: Eine faire Bewertung ist das Fundament
Eine Unternehmensbewertung sollte über die Verhandlung hinaus Gültigkeit haben und als Referenz für zukünftige Performance dienen.