Due Diligence ist nicht optional. Sie ist das systematische Prüfen aller materiellen Aspekte eines Unternehmens vor dem Kauf. Eine gründliche Due Diligence kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Akquisition und einem kostspieligen Fehler ausmachen.
Die 50-Punkte-Checkliste
FINANZIELLE PUNKTE (15): Jahresabschlüsse, Cashflow-Analyse, Kundenkonzentration, Liefererkonzentration, Forderungsverwaltung, Bestandsverwaltung, Rückstellungen, Fixkosten-Struktur, stille Reserven/Lasten, Kapitalwertanalyse, existierende Bankfinanzierungen, Pensionsverpflichtungen, Versicherungen, Arbeitskapitalanalyse, EBITDA-Adjustments.
RECHTLICHE PUNKTE (12): Gesellschaftsrechtliche Struktur, Eigentumsverhältnisse, Verkaufsvertrag/SPA, Intellectual Property, Lizenzen und Genehmigungen, Großkunden-Verträge, Lieferverträge, Mitarbeiterverträge, Litigationen, regulatorische Compliance, Immobilien und Sicherheitsrechte, Schulden und Haftungen.
TAX PUNKTE (8): Steuererklarungen, offene Steuerfragen, Verlustvortrag, Quellensteuern, Steueroptimierung, Transfer Pricing, indirekte Steuern, Struktur-Optimierung.
COMMERCIAL PUNKTE (8): Marktposition, Kundenzufriedenheit, Produktentwicklung, Verkaufs-/Marketing-Prozesse, Vertriebskanäle, Wettbewerbsumfeld, Branchentrendet, Kunden-Umsatzanalyse.
HR & ORGANIZATIONAL PUNKTE (4): Organisationsstruktur, Schlüsselmitarbeiter, Mitarbeiterretention, Mitarbeiterstabilität.
OPERATIONAL PUNKTE (3): Systeme und Prozesse, Lieferkette und Produktion, Qualität und Compliance.
Red Flags: Auf diese Warnsignale achten
Kundenkonzentration über 30 Prozent, fehlende dokumentierte Prozesse, hohe Mitarbeiterfluktuation, Diskrepanzen zwischen Gesamt- und Steuererklarung, laufende Litigationen, obsolete Technologie, negative Customerevails.
Fazit: Due Diligence ist Ihre Versicherung
Eine gründliche Due Diligence ist nicht nur zur Risikominderung wichtig – sie ist auch eine Verhandlungshebel.