Europäische Bankenkrise: Warum Ihr Vermögen bei der Hausbank nicht sicher ist
Europäische Banken sind nicht profitabel. Ihre Cost-Income-Ratio beträgt 65%. Wenn Kredite ausfallen, wird es eng. Lernen Sie, wie Sie Ihr Geld schützen.
Das Bankenproblem in Europa
Europäische Banken sind nicht gesund. Das ist nicht dramaturgisch – es ist die mathematische Wahrheit, die aus Hubers Daten (Abbildung 21 und 22) hervorgeht.
Das Kernproblem:
- Negative Margen: Die EZB-Leitzinsen sind unter Null. Banken können nicht mehr verdienen
- Zombie-Kredite: Viele Unternehmen zahlen ihre Schulden nicht, aber Banken schreiben sie nicht ab
- Restrukturierungsrückstellungen: Gewinne sind zu einem großen Teil nur Rückstellungen für zukünftige Ausfälle
- Bilanzverlängerung: Die EZB bindet Bilanzen in Anleihekäufe. Banken haben weniger Lendingfähigkeit
Kritische Kennzahlen: Das Cost-Income-Ratio
Eine Kennzahl zeigt das Problem deutlich: Das Cost-Income-Ratio (CIR). Es zeigt, wie viel Cent einer Bank ausgeben muss, um einen Euro zu verdienen.
Was bedeutet das? Deutsche Banken geben 65 Cent aus, um einen Euro zu verdienen. Das ist nicht tragfähig. US-Banken haben ein CIR von 42%. Das ist der Wettbewerbsvorteil der Amerikaner.
Wie Sie Ihr Geld schützen
1. Diversifikation der Banken
Nicht alles Geld bei einer Bank. Nutzen Sie:
- Mehrere Banken: Einlagenversicherung funktioniert pro Bank bis €100.000
- Online-Banken: Digitale Banken haben keine teuren Filialen, bessere Margen
- Nicht-Eurozone Banken: Schweizer oder skandinavische Banken sind stabiler
2. Alternative Vermögensform
Banken sind nicht die einzige Vermögensform:
- Gold und Silber physisch (nicht bei der Bank lagern)
- Immobilieneigentum
- Aktien in internationalen Unternehmen
- Kryptowährungen (als Small-Position)
3. Strukturelle Umschichtung
Hubers Thesis empfiehlt: Verschieben Sie 60% Ihres Vermögens in Sachwerte. Nicht mehr auf Banken verlassen.
Daniel Huber, M.A. — Hochschule Mainz, 2020 | Betreut von Prof. Dr. Arno Peppmeier
13.174 Wörter · 92 Abbildungen · 39 Tabellen · Markowitz-Effizienzlinienanalyse