Goldpreis und Geldmenge: Die Korrelation die jeder Investor kennen muss
Die stärkste Korrelation in der modernen Finanz: Gold und Geldmenge. Verstehen Sie die Mechanik und warum Gold in QE-Zeiten nicht optional ist.
Gold und Geldmenge: Die Langfristkorrelation
Eine der stärksten Korrelationen der Finanzgeschichte: Wenn Zentralbanken Geld drucken, steigt der Goldpreis. Hubers Analyse (Abbildung 71) zeigt dies messbar.
Das ist eine sehr hohe Korrelation. Zum Vergleich: Aktien und Anleihen haben nur 0,15 Korrelation. Gold ist also ein fundamentaler Hedge gegen Geldmengenexpansion.
Der Mechanismus dahinter
Warum funktioniert das?
1. Kaufkraft-Argument
Gold ist ein Speicher für Kaufkraft. Wenn die Zentralbank Geld druckt, wird Ihr Papiergeld weniger wert. Gold aber ist knapp – die Menge kann nicht einfach verdoppelt werden. Also steigt sein Preis in Papiereinheiten.
2. Reales Zinsar-Argument
Gold zahlt keine Dividende, keine Zinsen. Es ist attraktiv, wenn die realen Zinsen negativ sind. QE führt zu negativen realen Zinsen (Nominalzins < Inflation). Folge: Gold wird attraktiv.
3. Inflationserwartungs-Argument
Wenn Investoren erwarten, dass mehr Geld gedruckt wird, kaufen sie Gold als Inflationshedge. Das erzeugt die selbsterfüllende Prophezeiung: Geldmenge steigt → Gold-Nachfrage steigt → Goldpreis steigt.
Gold in Krisen: Der echte Sicherheitshort
Hubers Analyse zeigt (Abbildung 67): In Krisen, wenn Aktien um mehr als 7,5% fallen, ist Gold der einzige Asset, der positiv korreliert ist.
Die Lesson: Je niedriger die Realzinsen, desto höher die Gold-Rendite. In der heutigen Welt mit QE und negativen Realzinsen ist Gold kein Luxus – es ist eine mathematische Notwendigkeit.
Daniel Huber, M.A. — Hochschule Mainz, 2020 | Betreut von Prof. Dr. Arno Peppmeier
13.174 Wörter · 92 Abbildungen · 39 Tabellen · Markowitz-Effizienzlinienanalyse