CAPE Ratio erklärt: Warum diese eine Kennzahl vorhersagt ob Aktien überbewertet sind
Diese eine Kennzahl sagt Ihnen, ob Märkte überbewertet sind. Hubers Thesis zeigt: CAPE > 30 führt zu Crashes. Verstehen Sie die Logik.
Was ist die CAPE Ratio?
CAPE = Cyclically Adjusted Price Earnings Ratio. Es ist die "geglättete" Version des KGV, die die durchschnittlichen Gewinne der letzten 10 Jahre berücksichtigt.
Die Formel:
CAPE = Aktienindex-Preis / (Durchschnittliche inflationsbereinigte Gewinne über 10 Jahre)
Der Vorteil: CAPE filtert zyklische Gewinnsschwankungen heraus und zeigt die strukturelle Bewertung.
Historische Bewertungen seit 1881
Huber zeigt in seiner Analyse (Abbildung 53): Der S&P 500 hat seit Gründung einen durchschnittlichen CAPE von 16,6 gehabt. Das ist Ihre Baseline.
Was bedeuten die Zahlen?
- CAPE < 15: Unterbewertet – günstige Kaufgelegenheit
- CAPE 15-20: Fair Value – normales Bewertungsniveau
- CAPE 20-25: Überbewertet – erhöhtes Crashrisiko
- CAPE > 30: Extreme Blase – fast 100% sicher Crash kommt
Vorhersagekraft der CAPE
Huber analysiert die Renditeverteilung nach CAPE-Niveau (Tabelle 6). Das Ergebnis ist düster klar:
Die Botschaft ist eindeutig: Je höher die CAPE, desto niedriger die zukünftigen Renditen. Wenn Sie bei CAPE > 30 investieren, erwarten Sie nur noch 1,2% jährliche Rendite.
Ländervergleich CAPE
Nicht alle Märkte sind gleich überbewertet. Huber analysiert die CAPE-Ratios verschiedener Länder (Tabelle 5):
Fazit: Die USA sind mit CAPE 28,3 überbewertet. Europa und Schwellenländer bieten günstigere Einstiege – das ist eine praktische Lehre aus Hubers Daten.
Daniel Huber, M.A. — Hochschule Mainz, 2020 | Betreut von Prof. Dr. Arno Peppmeier
13.174 Wörter · 92 Abbildungen · 39 Tabellen · Markowitz-Effizienzlinienanalyse