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Vermögen 11 Min Lesezeit

Manager-Selektion: Wie Yale aus tausenden Fondsmanagern die besten 50 findet

Sie haben €3 Mio. zu investieren und Ihr Vermögensberater empfiehlt Ihnen einen Fonds mit »ausgezeichneter Track-Record«. Die Statistik ist beeindruckend: 15% Überrendite in den letzten 5 Jahren. Aber wenn Sie Yale fragen, ist das möglicherweise Zufall, nicht Skill. Yale screent über 1.000 Fondsmanager pro Jahr, akzeptiert aber nur <50 in ihr Portfolio – eine Akzeptanzquote von unter 5%. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Manager wie Yale evaluieren.

Das Manager-Selektions-Problem: 1.000 Manager, aber welcher?

Die akademische Forschung ist eindeutig: Die durchschnittliche aktive Fonds-Performance schlägt den Index nicht. Über 85% der aktiven Fondsmanager unterperformen im 15-Jahres-Zeitraum ihre Benchmark. Schlimmer noch: Die Fondsmanager, die in den letzten 5 Jahren outperformt haben, sind nicht wahrscheinlich, es in den nächsten 5 Jahren zu tun (Ellis, Charles: Winning the Loser's Game).

Dennoch gibt es eine kleine Gruppe von Managern, die konsistent outperformen. Yale zahlt für diese Manager – aber nur, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen.

Das Problem für Privatanleger: Sie haben nicht die Zeit, die Ressourcen oder die Daten, um 1.000 Manager zu screenen. Deshalb zeigen wir Ihnen, wie Yale sein System aufgebaut hat und wie Sie es adapten können.

Yales vier Manager-Selections-Kriterien

Yale nutzt ein strukturiertes System mit vier Säulen:

1. Langfristige absolute Rendite (>10 Jahre)
Yale ignoriert 5-Jahres-Perioden. Der Manager muss über mindestens 15 Jahre hinweg outperformt haben – und zwar nach Gebühren. Ein Manager, der 12% mit 2% Gebühren verdient, ist nicht attraktiv. Yale sucht nach 15%+ Rendite mit <1% Gebühren (für größere Positionen).

2. Unabhängigkeit & Reputation
Der Manager muss eine kleine, fokussierte Gruppe sein. Yale meidet große Institutionen (>€500 Mio. AUM). Der Grund: Large-Size-Investitionen zerstören Alpha. Ein Manager, der €3 Mrd. verwaltet, kann nicht die gleichen 20% Renditen generieren wie mit €300 Mio.

3. Alignment & Eigeninvestition
Yale prüft, wie viel des Manager-Vermögens im eigenen Fonds liegt. Ein Manager, der <20% des persönlichen Vermögens in seinem Fonds hat, ist verdächtig. Yale bevorzugt Manager, die mit >50% persönliches Geld investiert sind – weil ihre Interessen aligned sind.

4. Datenprüfung & Transparenz
Yale fordert detaillierte Analysen: Wie sieht die monatliche Drawdown aus? Wie hoch sind die Volatilität und Sharpe Ratio? Ein Manager, der nicht bereit ist, diese Daten zu teilen, wird abgelehnt.

Der Performance-Illusion-Test: Track Record vs. Luck

Yales größter Fokus liegt darauf, Fähigkeit von Glück zu unterscheiden. Die statistische Antwort ist simpel: Wenn ein Manager über 15 Jahre kontinuierlich outperformt (mit <3 Perioden Underperformance), ist es statisch unwahrscheinlich, dass reines Glück schuld ist.

Aber Yale geht noch tiefer. Sie untersuchen:

Die Yale-Manager-Portfolio: Warum Diversifikation unter Managern auch funktioniert

Yale investiert nicht in einen »Super-Manager«. Stattdessen haben sie ein Portfolio von 40-50 Managern, jeweils mit <5% Portfolio-Allokation. Der Grund: Selbst die besten Manager haben Performance-Zyklen.

Ein Manager kann 3-5 Jahre sehr gut performen, dann 2 Jahre schlecht. Durch Diversifikation unter Managern kann Yale sicherstellen, dass ein schlechtes Jahr unter einem Manager durch starke Performance unter einem anderen kompensiert wird.

Das funktioniert, weil Yale Manager auswählt, die decorrelated sind – d.h., ihre Erfolge basieren auf unterschiedlichen Ideen, nicht auf den gleichen Trends. Ein Value-Manager und ein Growth-Manager performen in unterschiedlichen Märkten gut.

1.000+ Manager pro Jahr gescreent
<50 Manager akzeptiert (5%)
<5% Durchschnittliche Turnover
15+ Jahre Minimale Track-Record-Länge
Manager Selektion: Die Yale-Filtermethode
Wie 1.000 Manager zu 50 werden
1.000+ Manager 100% 500 Manager (Screening) 50% 100 Manager (Due Diligence) 10% <50 Manager (Invested) <5%
Skill vs. Luck: Outperformance-Konsistenz
Manager mit >80% jährlicher Outperformance (15+ Jahre)
0% 25% 50% 75% 100% 100% Jahr 1 73% Jahr 2-3 48% Jahr 5-10 28% Jahr 15+

Quellen & Studien

  • Swensen, David: »Pioneering Portfolio Management« (2000)
  • Ellis, Charles: »Winning the Loser's Game« (2017)
  • Academic Studies on Portfolio Management

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DH
Gründer & CEO von CANVENA | 215 Mio. USD Track Record